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Wie die Coronavirus-Krise mit Mentaltraining meistern

Die Meisten waren nicht auf die Coronavirus-Krise vorbereitet. Covid-19 hat unser Leben aus der Bahn gebracht, denn keiner hat mit einer Epidemie gerechnet und vielen von uns sind Krisen derartigen Ausmaßes fremd.

Es wird uns bewusst wie wenig Kontrolle wir über viele Dinge haben, die von außen auf uns einwirken. Pläne werden verworfen, das Leben ändert sich radikal mit einem Schlag.

Vielen ist es aber nicht bewusst, dass wir trotz der widrigen Umstände mit verschiedenen geistigen Techniken mit der Situation besser umgehen können.

Mit den folgenden Tipps kannst du wirksam besser mit der Krise umgehen:

Medienkonsum einschränken

Aktuell sind Informationen zur Krise sehr wichtig. Es reicht allerdings aus diese auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Insbesondere auf sozialen Medien werden viele Halbwahrheiten geteilt, welche beunruhigend wirken können.

Finde bewusst Zeitpunkte wann du Nachrichten konsumierst, aber auch wann du auf Medienkonsum verzichtest. Ebenfalls wo du mit anderen bewusst über andere Themen als die Krise sprichst. Nutze die Zeit um ein Buch zu lesen, für ein Hobby oder für Weiterbildung.

Je mehr Zeit wir mit positiven oder negativen Nachrichten verbringen, umso stärker werden unsere Gedanken positiv oder negativ gefärbt. Freue dich bewusst über positive Entwicklungen in der Krise.

Kontrollverlust vermeiden

Durch das Virus erfahren wir alle einen Kontrollverlust. Selbst ein Spaziergang oder ein Gang zum Supermarkt ist zur Zeit eingeschränkt. Deshalb sind Tätigkeiten und Rituale wichtig, welche wir beeinflussen können, um uns ein Gefühl der Kontrolle zu vermitteln.

Steh wenn möglich jeden Tag um die selbe Uhrzeit auf. Richte dich her als wie wenn es ein normaler Tag für dich wäre. Überleg dir Zeiten wann du dich mit bestimmten Themen beschäftigst, oder im Homeoffice arbeitest, um eine Struktur herzustellen. Repariere etwas, miste aus. Arbeite an Dingen über welche du selbst Kontrolle hast.

Es ist wichtig, dass du dir selber ein Gefühl gibst, Kontrolle über die jetzige Situation zu haben, selbst wenn es sich um Kleinigkeiten handelt.

Nutze die Zeit sinnvoll

Du musstest vielleicht deine Pläne im Sommer nach Australien zu reisen über Bord schmeißen, aber du kannst die jetzige Zeit nutzen, um neue Pläne zu schmieden. Mach dir Gedanken darüber was du nach der Krise machen könntest, oder wie du während der Krise anderen helfen kannst.

Nutze die wertvolle Zeit mit deiner Familie, perfektioniere ein Hobby, lerne etwas neues, lies den Stapel Bücher, welcher schon Staub angesetzt hat, oder mal endlich die Küche neu aus.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich mit Themen zu beschäftigen, die dich immer schon interessiert haben, aber wofür du keine Zeit hattest.

Senke deinen Stress durch Atemtechniken

Wir können unser Stresslevel durch Atemtechniken deutlich beeinflussen. Wenn du deinen Puls misst und auf diesen achtest während du langsam und bewusst ausatmest, merkst du, dass dieser sich spürbar verlangsamt. In einfachen Worten, wenn du langsam einatmest und noch langsamer ausatmest, entspannt sich dein Körper. Falls sich dein Körper entspannt, entspannt sich auch dein Geist, der Stresspegel sinkt.

Probier es einfach aus, indem du geistig von 21 bis 23 zählst währenddessen du einatmest und von 21 bis 28 zählst währenddessen du ausatmest. Mach 10 langsame Atemzüge (3 Sekunden einatmen, 8 Sekunden ausatmen) und achte darauf wie du dich entspannst. Du kannst diese Technik verwenden, wenn du dich gestresst oder überfordert fühlst und wirst überrascht sein, wie einfach und wirkungsvoll sie ist.

Das Beste an Atemtechniken ist, dass keiner merkt, dass du gerade welche machst, was heißt dass du diese auch in der Arbeit bzw. jederzeit machen kannst. Es ist fast unmöglich, sich mit einem bewusst langsameren Atmen gestresst zu fühlen.

Nutze Meditation oder Selbsthypnose

Reguläre Meditation, aber auch Selbsthypnose können Wunder dabei wirken, zu beeinflussen wie du dich fühlst, wie resilient du bist und wie du mit Krisensituationen umgehst. Dies ist der Hauptgrund wieso diese Spitzensportler seit Jahrzehnten verwenden, um auch schwierige Situationen zu meistern. Und das beste dabei, Meditation und Selbsthypnose sind kinderleicht zu erlernen.

Für den Fall, dass du mit den Techniken nicht vertraut bist, schreibe ich demnächst einen eigenen Artikel dazu. Die Atemtechnik die ich bereits beschrieben habe ist ein guter Anfang:

Setze dich angenehm und aufrecht hin, mach 10 langsame Atemzüge und konzentriere dich bewusst bei jedem Atemzug auf die Luft, welche aus deiner Nase oder deinem Mund strömt. Du kannst dabei durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen, so wie es angenehm für dich ist.

Wesentlich dabei ist, dass deine Aufmerksamkeit sich mit der Atmung beschäftigt, da wir uns bewusst nicht wirklich auf mehrere Dinge gleichzeitig fokussieren können. Dies ist auch schon das Geheimnis der Achtsamkeit, der Fokus auf eine Sache.

Du kannst diese Übung auf mehrere Minuten ausdehnen. Falls währenddessen verschiedene Gedanken auftauchen, ist das normal. Nimm sie für einen Augenblick wahr, ohne über sie zu werten und konzentriere dich weiter auf deine Atmung. Fange mit wenigen Minuten täglich an und steigere dich langsam auf mehrere Minuten.

Alternativ kannst du sobald du das Atemtempo verinnerlicht hast, den folgenden Satz vom bekannten Apotheker und dem Erfinder der Autosuggestion Emile Coue in deinen Gedanken sagen: “Jeden Tag und in jeder Hinsicht, geht es mir täglich besser und besser”. Je öfter du diese Übung machst, umso mehr verinnerlichst du unterbewusst, dass es dir täglich besser geht.

Vermeide negative Selbsthypnose

Du kennst vielleicht die Situation: etwas ärgert dich und je mehr du darüber nachdenkst umso verärgerter bist du. Oder vielleicht kennst du Menschen, welche sich stundenlang oder tagelang über etwas ärgern können. Dies ist eine Art von negativer Selbsthypnose.

Es bringt nichts sich in etwas hineinzusteigern, insbesondere wenn es Tagträume über das Ende der Welt sind. Sofern du nicht professionell Krisen bewältigst, oder Bücher über den Weltuntergang schreibst, sind Gedanken solcher Art reine Zeitverschwendung, mit dem negativen Nebeneffekt, dass es dir danach noch schlechter geht.

Befreie dich von alten Lastern

Letztens habe ich einen Mann vor einem Zigarettenautomaten flüchtig beobachtet. Er hat die Tasten zögerlich bedient, wie wenn er Angst gehabt hätte sich mit Corona anzustecken. Der Drang die Zigaretten zu kaufen war aber anscheinend größer.

Jeder von uns hat gute, aber auch schlechte Gewohnheiten. Auch wenn schlechte Gewohnheiten ursprünglich einen positiven Nutzen gehabt haben, können sie langfristig schädlich und kontraproduktiv sein. Jetzt hast du die Gelegenheit sie neu zu bewerten, dich von diesen zu lösen und sie durch bessere Gewohnheiten zu ersetzen.

Insbesondere Mentaltraining und Hypnose können hilfreich dabei sein das Unterbewusstsein zu unterstützen Gewohnheiten zu ändern. In erster Linie, musst du aber für dich die Entscheidung treffen, dass die Änderung für dich wichtig und sinnvoll ist ist.

Sei dankbar

Mach dir Gedanken über Dinge, für welche du dankbar bist und schreib dir jeden Tag einige auf, selbst wenn es nur ein oder zwei Sachen sind. Wir erleben vieles als zu selbstverständlich und vergessen darauf wie gut es uns eigentlich geht. Selbst in Zeiten wie der Corona-Krise können wir dankbar für unsere Gesundheit, für das gute Krisenmanagement, oder für die Medizin sein, welche vor hundert Jahren weit weniger fortgeschritten war.

Studien beweisen, dass Dankbarkeit psychisch einen großen Unterschied machen kann, weshalb du dir jeden Tag zumindest eine Minute Zeit nehmen solltest, um nachzudenken worüber du dankbar bist. Anfangs wird dir das vermutlich schwer fallen, aber es zahlt sich aus.

Ein Schritt nach dem Anderen

Gerade in Zeiten wo kein Tag dem anderen gleicht, musst du einen Schritt nach dem anderen machen. Erlebe den Tag bewusster, nimm dir mehr Zeit für Dinge, für welche du davor keine Zeit hattest. Passe dich langsam der Situation an.

Gemeinsam schaffen wir das.

Zusammenfassung

  • Schränke deinen Medienkonsum ein und konsumiere auch positivere Nachrichten
  • Strukturiere deinen Tag und befasse dich mit Dingen, über welche du Kontrolle hast
  • Nutze die Zeit sinnvoll, erledige Aufgaben welche du aufgeschoben hast
  • Nutze Atemtechniken um schnell und einfach deinen Stresspegel zu senken
  • Meditation und Selbsthypnose helfen dir dabei deinen Stresspegel noch weiter zu senken. Nutze sie in deinem Sinne
  • Vermeide negative Selbsthypnose und Tagträume über Katastrophenszenarien
  • Befreie dich von alten Lastern
  • Sei dankbar, auch für die kleinen selbstverständlichen Dinge
  • Mach einen Schritt nach dem Anderen

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